icon-telephoneOnline Terminbuchung
icon-telephone06221 / 983-340

Radiowellen-Behandlung – eine schonende Therapie der Venenerkrankung

Dr. med. Peter G. Friedl
Facharzt für Chirurgie, Phlebologie, Koloproktologie

Die krankhaften Veränderungen an unserem Venensystem der unteren Extremitäten zählen zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. So zeigen neue epidemiologische Studien, dass bis zu 75 Prozent der deutschen Bevölkerung an unterschiedlichen Graden einer Venenerkrankung leiden, von Besenreißervarikosis bis zu Unterschenkelgeschwüren. Zu den steigenden Kosten der Krankenversicherungsträger sind bei Nichtbeachtung der Frühsymptome bei Komplikationen in fortgeschrittenen Stadien der Venenerkrankung mit weiteren hohen Arbeitsausfallkosten und Invaliditätskosten zu rechnen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig auf typische Symptome zu achten.

Sichtbare Schlängelungen der Venen, schmerzhafte Schwellungen an den Beinen sowie exermatöse Hautveränderungen mit Juckreiz stellen die häufigsten Symptome dar, die zu einer Vorstellung beim Arzt veranlassen sollten.

Die Diagnostik bei den Venenerkrankungen stützt sich auf eine gründliche klinische Untersuchung, auf die moderne Ultraschalldiagnostik mit einer Dopplersonde und einer Farbduplex-Ultraschalluntersuchung. Beide o.g. Untersuchungen sind völlig schmerzlos, mit einer hohen Aussagekraft zur Bestimmung der Blutflussrichtung, Flussgeschwindigkeit sowie des Venendurchmessers. Eine Kontrastmitteldarstellung der Venen mittels Phlebographie ist nur ganz selten indiziert.

Die Basisbehandlung aller Stadien der Venenleiden besteht in der Kompressionstherapie mit Kompressionsstrümpfen verschiedener Stärken.

Bei sichtbaren Varizknoten bietet nur eine interkonventionelle Therapie einen langfristigen Erfolg.

Die neue schonende Methode der Radiowellen-Frequenz-Therapie ist bei geeigneter Indikation in der letzten Zeit in Mode gekommen. Über einen langfristigen Erfolg lässt sich noch nicht viel aussagen. Beobachtungen bis zu 5 Jahren gegenüber konventionellen Operationen zeigen jedoch gute Ergebnisse. Wir verwenden die sogenannte Radiowellen-Obliterations-Sonde an (RFITT), da dieses endovasale Verfahren gegenüber Laser ein standardisiertes Verfahren darstellt sowie gute Ergebnisse mit sicherem Verschluss des Gefäßes gewährleistet, bei schmerzloser postoperativer Phase. Die Radiowellensonde wird in die Oberschenkelvenen platziert und am Mündungsbereich zur tiefen Vene hin unter Ultraschallkontrolle hervorgeschoben. Durch die Erwärmung der bipolaren Sondenspitze kommt es beim langsamen Zurückziehen der Sonde zum kompletten Verschluss des kranken Venenabschnittes. Ein Schnitt in der Leiste ist deshalb nicht erforderlich.

Die heute zur Verfügung stehende breite Palette an Verfahren zur Beseitigung der Krampfadern sind in erfahrener Hand sicher und erzielen bei minimaler Invasivität der interventionellen Eingriffe sehr gute funktionelle und kosmetische Langzeitergebnisse. Durch die frühzeitige Beseitigung der pathologisch veränderten Venenabschnitte normalisiert sich der venöse Rückfluss im tiefen Venensystem und somit auch die Langzeitprognose für das chronische Venenleiden.

zum Archiv

NEWS:

zum Archiv